Vom Mehlhaus zum Cöllnschen Fischmarkt

„Grüßen Sie mir alle Straßen und Gäßchen in der Siebenhügelstadt. Ich kenne, glaub ich, alle und kenne nun leider auch wieder die hiesigen. Oh, dies Berlin! Eine furchtbarere Stadt ist nicht denkbar. Es ist nichts drin zu sehn, und es geschieht nichts drin.“ (Wilhelm von Humboldt an den in Rom weilenden Rauch)

Von der 1820 errichteten Ebertsbrücke, eine der Sechserbrücken Berlins, und der hier liegenden Artilleriekaserne geht es entlang der Museumsinsel zu Zeughaus und Schlossbrücke. Vorbei an der Bauakademie erreichen wir den Werderschen Markt mit der von Schinkel erbauten gleichnamigen Kirche und dem vornehmen Kaufhaus Gerson.

Nach der Passage von Hausvogteiplatz geht es die Leipziger Straße hinauf zu den Spittelkolonnaden und dem Spittelmarkt (siehe Bild von Gärtner aus dem Jahr 1833). Nach dem Überschreiten der Gertraudenbrücke sehen wir schon das Ziel unseres Spaziergangs, die Petrikirche und das Cöllnsche Rathaus auf dem Cöllnschen Fischmarkt.

Das nebenstehende Bild von Carl Daniel Freydanck zeigt den Werderschen Markt im Jahr 1839. Im Zentrum des Bildes findet sich die von Schinkel entworfene und im Jahr 1831 fertiggestellte Kirche. Nach langem Ringen wurde nicht der von Schinkel favorisierte antikisierende Entwurf realisiert, sondern auf Betreiben des Kronprinzen Friedrich Wilhelm eine Kirche im neugotischen Stil.