Eisige Winter - Wintervergnügen - Weihnachtsrummel und Besorgungen - Weihnachtsmarkt – Bescherung - Wohltätigkeit

Vortrag in der Friedrich-Bergius Schule
Datum: 3.12.2022

Vortrag bei Kulturvolk
Datum: 5.12.2022
Ort: Ruhrstraße 6 / 10709 Berlin

Vortrag in der Urania
Datum: 15.12.2022
Ort: An der Urania 17 / 10787 Berlin

Im Biedermeier vollzog sich ein Wandel des Weihnachtsfests vom rein religiösen hin zu einem bürgerlichen Familienfest. Geselliges Beisammensein und Geschenke für die Kinder gewannen an Bedeutung für die Mittel- und Oberschicht. Im Mittelpunkt der Alt-Berliner Weihnacht stand lange Zeit der Weihnachtsmarkt, auf dem neben einem Allerlei an Gebrauchsgegenständen auch Spielsachen, Kunsthandwerkliches und Leckereien angeboten wurden. Der in Berlin geborene Regisseur Felix Philippi hatte auf seinen weiten Reisen zahllose Volksfeste gesehen,  „… aber etwas Liebenswürdigeres, echt Volkstümlicheres als den Berliner Weihnachtsmarkt habe ich nie wieder gefunden.“   In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verlor der Weihnachtsmarkt seine Vorrangstellung, dafür entwickelte sich rund um ihn ein hektisches Weihnachtsgeschehen. In der Friedrichsstraße traten sich die Leute auf die Füße, bei Gerson oder Hertzog wurden die teuren Geschenke erstanden, in Oper, Theater und Zirkus wurden eigens Weihnachtsvorstellungen gegeben. Und als sich gegen Ende des Jahrhunderts die Industriearbeiterschaft immer mehr in den Vordergrund schob, übten sich zahlreiche Berliner Vereine in Wohltätigkeit.

Das Bild zeigt den Gänsemarkt in Berlin währende der Adventszeit Ende des 19. Jahrhunderts.